Jan Martin Chrost

Dirigent CANTAMUS seit 2018

*1990 in Haltern am See

  • 2010-2014 Bachelor of music Katholische Kirchenmusik
  • 2010-2015 Kirchenmusikalische Assistenz an der Wallfahrtsbasilika St. Maria in Kevelaer
  • 2012-2017 Sänger im Deutschen Jugendkammerchor des Deutschen Chorverbandes e.V.
  • seit 2013 Carusos-Fachberater der Deutschen Chorverbandes e.V.
  • 2013-2017 Ensemblecoach von KölnVokal
  • seit 2014 Gründungsmitglied / stellvertretender Vorsitzender / Sänger bei vox animata e.V.
  • 2014-2015 Assistent beim Chor der Wuppertaler Konzertgesellschaft e.V.
  • 2014-2016 Kantor in der Evangelischen Kirchengemeinde Troisdorf
  • 2014-2016 Master of music Katholische Kirchenmusik
  • seit 2015 Kirchenmusiker an St. Maria, Heidenheim
  • seit 2015 Dozent und Stimmbildner beim Schwäbischen Chorverband e.V.
  • seit 2016 Regionalkantor der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Beauftragung der Kinderchorleitung)
  • seit  2016 Leiter der Musica Cantorum – Katholische Singschule Heidenheim
  • seit 2016 Stipendiat der Eberhard-Kraus-Stiftung
  • seit 2018 Master Chordirigieren an der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg-Stuttgart
  • seit 2018 Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kirchenmusiker der Diözese Rottenburg-Stuttgart
  • seit 2018 Leitung Cantamus des Sängerclub Heidenheim e.V.

HEIDENHEIMER ZEITUNG:

01.02.2020  KULTUR

Von der Brenz an die Lahn

Kirchenmusik Nach fünf Jahren verlässt Kantor Martin Chrost St. Maria Richtung Bad Ems.

Heidenheim. In Sachen Kirchenmusik sind die Zeiten momentan regelrecht turbulent. Denn nach Christian Barthen, der im März von Giengen nach Augsburg wechselt, verlässt mit Martin Chrost demnächst nun gleich ein weiterer prominenter Kirchenmusiker den Landkreis. Martin Chrost, seit bald fünf Jahren Kantor an St. Maria in Heidenheim, wird ab Mai in Bad Ems wirken.

„Das ist keine Entscheidung gegen Heidenheim“, sagt er. „Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt. Aber nach Abwägung aller beruflichen Möglichkeiten habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen, wobei mit ausschlagend gewesen ist, dass auch meine Lebenspartnerin in Bad Ems die Chance vorgefunden hat, beruflich voranzukommen. Ein Gesamtpaket, wenn man so will.“

In Bad Ems erwarten Martin Chrost „deutlich gefestigtere chorische Strukturen“ als in Heidenheim, „wo sich das alles noch entwickelt“. Den Anstoß dazu, zum Beispiel für den Aufbau einer Singschule, hatte Chrost selber gegeben. „Und das war eine richtige Entscheidung“, findet er. „Auch wenn von Anfang an klar war, dass die Änderung der Chorstrukturen insgesamt ein Weg von zehn Jahren sein wird und nicht alles sofort klappen kann. Im Endeffekt bin ich, auch wenn ich bestimmt nicht alles richtig gemacht habe, doch sehr stolz auf das, was wir in den vergangenen fünf Jahren gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Und es würde mich sehr freuen, wenn dies alles fortgeführt werden würde, auch die schöne Zusammenarbeit etwa mit der Musikschule.“

In Bad Ems wird Martin Chrost eine mit knapp 10 000 Einwohnern deutlich kleinere Stadt als Heidenheim vorfinden, die allerdings – an der Lahn unweit der Mündung in den Rhein – an einem deutlich breiteren Fluss liegt. Im 19. Jahrhundert genoss Bad Ems den Ruf eines Weltkurortes, in den nicht nur Kaiser, Zaren und Könige kamen, sondern Götter der russischen Literatur wie Fjodor Dostojewski, Nikolai Gogol oder Iwan Turgenjew und Musik-Olympier wie Richard Wagner oder Clara Schumann. Kein Geringerer als Jacques Offenbach leitete zwölf Jahre lang die Kurkapelle.

Sogar im Wortsinn Weltgeschichte wurde dort geschrieben. Denn so segensreich wie Emser Salz für die oberen Atemwege sein mag, so kriegsfördernd am Ende wirkte sich 1870 die sogenannte Emser Depesche aus, eine gewissermaßen aus dem Kurpark heraus von Kaiser Wilhelm I. lancierte und von Reichskanzler Otto von Bismarck sodann absichtsvoll sinnverkürzt freigegebene Pressemitteilung.

Im Gegensatz zu Giengen, wo Christoph Kuppler im Sommer den Platz von Christian Barthen einnehmen wird, muss Heidenheim Martin Chrosts Nachfolger erst noch suchen. Die Kantorenstelle an St. Maria wird bald ausgeschrieben. Manfred F. Kubiak


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